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Onlineveranstaltung: Die Neue Leipzig-Charta

Transformative Kraft der Städte für das Gemeinwohl und Rückenwind für die Recht auf Stadt Bewegung?
Dienstag, 02. Februar 2021, 19 Uhr

Ende November 2020 wurde nach längerer Vorarbeit die sogenannte Neue Leipzig Charta verabschiedet. In dem Dokument formulieren die 27 in der EU für Stadtentwicklung zuständigen Minister*innen Leitlinien für die zukünftige Stadtpolitik. Diese sollen Orientierungspunkte für gute kommunale Politik darstellen. Vorausgegangen war 2007 die erste Leipzig Charta, die im Gegensatz zu früheren Visionen, die integrierte und nachhaltige Stadt proklamierte. Diese löste alte Leitlinien ab, die eine moderne Stadt als erfüllt sah, wenn die Orte des Lebens, Arbeitens und der Freizeit getrennt sind.

In der nun angepassten Charta werden neue globale Herausforderungen wie Klimawandel, Migration und Veränderung der Wirtschaft mitaufgenommen. Der Fokus liegt nun auf Gemeinwohlorientierung, verlässliche öffentliche Dienstleistungen der Daseinsvorsorge, Vermeidung von neuen Formen der Ungleichheit und Verbesserung der Lebensqualität. Der Text liest sich wie eine Absage an neoliberales Denken und ist im Kern nicht weit von Forderungen der Recht auf Stadt Bewegung entfernt. Das überrascht, insbesondere vor dem Hintergrund der sonstigen Politiken dieser europäischen Regierungen. Ist es gelungen den Regierung subversiv Formulierungen in den Mund zu legen? Stellen die progressiv klingenden Keywörter tatsächlich einen Turnaround für die Stadtpolitiken dar? Oder liesse sich damit zumindestens argumentieren?

Recht auf Stadt Ruhr lädt ein diese Fragen in einer Online Veranstaltung zu diskutieren. Wenn ihr dabei sei wollt, meldet euch unter der Mailadresse realize@rechtaufstadt-ruhr.de an. Wir schicken euch dann einen Link zur Onlineveranstaltung zu.

Die Neue Leipzig-Charta kann hier heruntergeladen werden: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

FOTO: BOSCO VERTICALE, MAILAND, ITALIEN, 2019 (ZAC WOLFF ON UNSPLASH)