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Kategorie: Stadtmarketing

»Momentan« – Über Leben im Ruhrgebiet

Das Magazin »Momentan« erkundet was das Ruhrgebiet ist, sein möchte und sein könnte. Es ist die Bachelorarbeit der Duisburger Grafikdesignerin Ronja Overländer und erschien im Februar 2018 an der MSD Münster School of Design.

»Momentan« ist grafisch durchgestaltet und hat ein redaktionells Konzept. Es gibt launische Kommentare und witzige Alltagsbeobachtungen, einen Hintergrundartikel der den Strukturwandel ökonmisch bewertet, eine Reportage über die Dortmunder Nordstadt oder heimatliche Selbstreflektionen im Format Interview und Essay. Das funktioniert als Magazin ziemlich gut. Es unterhält, informiert und diskutiert. Die Texte stammen aus Blogs, anderen Veröffentlichungen, von Freundinnen und Freunden oder Ronja Overländer selbst – ein bunter Sampler.

Abwärts – Die neue Marketingkampagne für das Ruhrgebiet

Ende Juni 2017 startete die neue Standortmarketingkampagne für das Ruhrgebiet im Auftrag des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Nach »Ein starkes Stück Deutschland« und »Der Pott kocht« nun also »Metropole Ruhr – Stadt der Städte«. Das peinliche Marketinggerede von einer „Metropole Ruhr“ traut sich im Ruhrgebiet kaum jemand in den Mund zu nehmen. Ob sich die Zielgruppen „Investitionsentscheiderinnen und Entscheider“ sowie „junge Fachkräfte und Studierende“ überzeugen lassen? Die ideenlose Selbstbezichtigung der Kampagne, das Ruhrgebiet so „modern, jung und dynamisch“[1] zu zeigen, wie es angeblich ist, klingt eher nach einer abgedroschenen Parodie als nach Strategie. Zehn Millionen Euro sollen dafür in den nächsten drei Jahren ausgegeben werden.

Kreativ mit Bochum-Gen: Stadtmarketing versus Wirklichkeit

Alliterationen sind äußerst beliebt in der Werbung, weil Botschaft und Pro­dukt besser in unseren Köpfen kleben bleiben. Spiel, Spaß, Spannung und Schokolade. „Die Bochum-Strategie“, die der Verwaltungsvorstand der Stadt im Februar präsentier­te, trommelt mit „Wissen – Wandel – Wir-Gefühl“. Bei wem hier welche Botschaft und für was genau kleben bleiben soll, ist unklar – aber es geht erklärtermaßen erstmal dar­um: Dialog. Und auch darum: Den „Klebeeffekt“ der Stadt so ingesamt zu erhöhen, wie Stadtdirektor und Kulturdezernent Michael Townsend bei der Präsentation des Papiers im Rahmen einer Veranstaltung der VHS Anfang März erklärte.